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    Die unsichtbaren Dinge

    Alt-Texte, das unsichtbare SEO-Werkzeug

    5 Min. Lesezeit
    Alt-Texte, das unsichtbare SEO-Werkzeug

    Es gibt ein kleines, oft übersehenes Detail im Webdesign, das gleich zwei wichtige Dinge auf einmal löst. Es macht deine Website besser für Google und es macht sie zugänglicher für Menschen mit Sehbehinderung. Es kostet nichts, es dauert nur ein paar Minuten und trotzdem wird es auf gefühlt jeder zweiten Website komplett ignoriert.

    Es geht um Alt-Texte.

    Was ein Alt-Text eigentlich ist

    Ein Alt-Text ist eine kurze Beschreibung, die du jedem Bild auf deiner Website mitgeben kannst. Du siehst sie normalerweise nicht, weil sie hinter den Kulissen liegt. Sie wird nur sichtbar, wenn das Bild aus irgendeinem Grund nicht geladen werden kann. Dann steht statt des Bildes der Alt-Text dort.

    Klingt erstmal nicht so wichtig. Ist es aber.

    Warum Google Alt-Texte braucht

    Google kann Bilder nicht wirklich sehen. Auch wenn die Technik in den letzten Jahren beeindruckende Fortschritte gemacht hat, verlässt sich Google bei der Auswertung von Bildern primär auf den Alt-Text. Er ist im Grunde die Bildunterschrift, die Google liest.

    Wenn auf deiner Website ein Foto deiner Werkstatt steht und der Alt-Text leer ist oder nur IMG-4892 lautet, weiß Google nichts darüber. Wenn der Alt-Text dagegen aussagekräftig ist, etwa Schreinerei in Saarbrücken bei der Möbelmontage, dann hat Google plötzlich Material, mit dem es deine Seite einer Suche zuordnen kann.

    Das wirkt sich auf dein Ranking aus. Und es bedeutet, dass deine Bilder zusätzlich in der Google-Bildersuche auftauchen können. Das ist ein zweiter Trafficquelle, die viele komplett verschenken.

    Warum Menschen mit Sehbehinderung sie brauchen

    Wer nicht oder schlecht sehen kann, nutzt im Internet sogenannte Screenreader. Das sind Programme, die den Inhalt einer Website laut vorlesen. Bei einem Bild kann der Screenreader nichts vorlesen, weil das Bild keine Worte enthält. Was er aber vorlesen kann, ist der Alt-Text.

    Ein leerer oder nichtssagender Alt-Text bedeutet für diese Menschen schlicht und einfach, dass ein Teil deiner Website für sie nicht existiert. Mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz,

    das in Deutschland 2025 in Kraft getreten ist, ist das auch ein rechtliches Thema geworden, vor allem für Unternehmen ab einer gewissen Größe.

    Wie ein guter Alt-Text aussieht

    Ein guter Alt-Text beschreibt das Bild kurz, präzise und mit Bezug zum Kontext. Er ist nicht überladen mit Schlagwörtern, denn Google straft sogenannte Keyword-Stuffing ab. Er klingt natürlich. Idealerweise enthält er ein oder zwei relevante Begriffe, die zu deinem Geschäft passen, ohne erzwungen zu wirken.

    Ein paar Beispiele aus meiner Praxis. Ein Bild zeigt einen Friseur bei der Arbeit. Schlechter Alt-Text wäre Bild1.jpg. Mittelmäßiger Alt-Text wäre Friseur. Guter Alt-Text wäre Friseur in Saarbrücken bei einem klassischen Herrenhaarschnitt.

    Ein Bild zeigt das Ergebnis einer Renovierung. Schlechter Alt-Text wäre Foto. Mittelmäßiger Alt-Text wäre Renoviertes Wohnzimmer. Guter Alt-Text wäre Renoviertes Wohnzimmer in Saarbrücken nach Komplettsanierung.

    Wann ein Alt-Text überflüssig ist

    Es gibt eine Ausnahme. Wenn ein Bild rein dekorativ ist, also keine Information transportiert, dann sollte der Alt-Text bewusst leer bleiben. Sonst lässt der Screenreader Menschen mit Sehbehinderung Bildbeschreibungen vorlesen, die für sie keine Bedeutung haben. Aber lieber zu viel als zu wenig. Im Zweifel gehört ein Alt-Text rein.

    Wie du herausfindest, ob deine Website Alt-Texte hat

    Du kannst das in jedem modernen Browser selbst überprüfen. Klick mit der rechten Maustaste auf ein Bild auf deiner Seite und wähle Element untersuchen oder Untersuchen. Es öffnet sich eine technische Ansicht. Suche dort nach dem alt-Attribut. Steht da nichts oder etwas Sinnloses, fehlt der Alt-Text.

    Was du jetzt tun solltest

    Geh deine Website durch und schau dir jedes Bild an. Frag dich, was darauf zu sehen ist und welche Bedeutung es im Kontext hat. Schreib dir für jedes Bild einen kurzen, klaren Alt-Text auf. Lass deinen Webdesigner sie eintragen oder mach es bei einer Baukasten-Website selbst. Es lohnt sich.


    Dein nächster Schritt

    Wenn du nicht sicher bist, ob deine Website saubere Alt-Texte hat, schau ich es mir gerne kostenlos an. Das ist Teil meiner unverbindlichen Website-Analyse, in der ich dir alle wichtigen technischen Punkte ehrlich rückmelde.

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