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    Case Studies & Projekte

    Was eine echte Case Study leisten muss

    5 Min. Lesezeit
    Was eine echte Case Study leisten muss

    Wenn du dir Webdesigner anschaust und entscheiden willst, mit wem du arbeiten möchtest, sind Referenzprojekte oder Case Studies oft der wichtigste Anhaltspunkt. Aber nicht jede Referenz ist gleich aussagekräftig. Hier eine Einordnung, was eine echte Case Study leisten muss und worauf du achten kannst, wenn du Anbieter vergleichst.

    Der Unterschied zwischen Referenz und Case Study

    Eine Referenz ist meistens eine bloße Aufzählung. Hier ist die Website, die ich für Kunde X gebaut habe. Bild, Link, fertig. Das gibt dir eine Vorstellung davon, wie eine Seite aussieht, aber es sagt dir wenig darüber, ob sie auch funktioniert oder warum sie so geworden ist, wie sie geworden ist.

    Eine Case Study geht tiefer. Sie zeigt nicht nur das Ergebnis, sondern den Weg dahin. Was war die Ausgangslage? Welches Problem sollte gelöst werden? Welche Entscheidungen wurden getroffen und warum? Was ist konkret besser geworden? Eine echte Case Study ist eine Geschichte mit Anfang, Mittelteil und Ende.

    Was eine gute Case Study enthält

    Eine Ausgangslage. Wer ist der Kunde? Was macht er? Welche Situation hatte er vor dem Projekt? Wenn du als Leser nicht verstehst, wo der Kunde gestartet ist, kannst du den Erfolg auch nicht einordnen.

    Ein konkretes Problem. Was sollte konkret verbessert werden? Mehr Anfragen? Bessere Sichtbarkeit? Höheres Vertrauen? Ein effizienterer Ablauf? Ein gutes Projekt hat ein klar definiertes Ziel, sonst lässt sich am Ende nicht messen, ob es erfolgreich war.

    Eine Lösung mit Begründung. Was wurde gemacht? Und vor allem, warum genau so? Eine gute Case Study erklärt nicht nur, dass eine bestimmte Sektion eingebaut wurde, sondern warum diese Sektion so wichtig war.

    Konkrete Ergebnisse. Idealerweise mit Zahlen. Wie hat sich die Anzahl der Anfragen entwickelt? Wie ist die Sichtbarkeit bei Google heute im Vergleich zu vorher? Wie hat sich die durchschnittliche Verweildauer auf der Seite verändert? Konkrete Werte machen den Unterschied zwischen einer leeren Behauptung und einem echten Beleg.

    Ein Statement vom Kunden. Was sagt der Kunde selbst? Wie hat er den Prozess erlebt? Was hat sich aus seiner Sicht verändert? Eine echte Stimme aus erster Hand wirkt um Welten überzeugender als jede Selbstbeschreibung.

    Was du in einer Case Study auch erwarten darfst

    Es gibt einen wichtigen Punkt, der oft fehlt. Auch das, was nicht funktioniert hat. Niemand macht alles richtig. In jedem Projekt gibt es Punkte, an denen man im Nachhinein etwas anders gemacht hätte. Wer das offen schreibt, gewinnt Glaubwürdigkeit. Wer immer nur Erfolgsstories präsentiert, wirkt unglaubwürdig.

    Bei meinen eigenen Case Studies versuche ich, auch solche Punkte zu erwähnen. Welche Annahme wir zuerst hatten und warum wir sie geändert haben. Welche Funktion erst getestet und dann wieder entfernt wurde. Welche Diskussionen wir mit dem Kunden hatten. Das macht die Geschichte ehrlich und damit nützlich.

    Warum kleine Projekte spannender sein können als große

    Manche Anbieter zeigen am liebsten ihre größten Projekte. Konzerne, große Marken, beeindruckende Namen. Das mag imposant wirken, sagt dir als Kunde aber oft wenig. Du bist kein Konzern. Du brauchst keine Lösung für tausend Mitarbeiter. Du brauchst eine Lösung für deine Größe.

    Eine kleine, gut dokumentierte Case Study eines Handwerksbetriebs in deiner Region kann dir mehr sagen als eine spektakuläre Konzernpräsentation. Sie zeigt dir, wie ein Projekt für dich aussehen könnte.

    Wie ich Case Studies aufbaue

    Bei den Case Studies, die ich auf meiner eigenen Website veröffentliche, halte ich mich an einige feste Regeln. Erstens, der Kunde wird mit Namen genannt, sofern er einverstanden ist. Anonyme Case Studies wirken konstruiert.

    Zweitens, es gibt mindestens ein Vorher-Nachher-Element. Entweder visuell, also Screenshots der alten und der neuen Seite, oder zahlenmäßig.

    Drittens, der Kunde kommt selbst zu Wort. Mit echtem Foto, echter Funktion, echtem Statement.

    Viertens, die Geschichte ist nachvollziehbar. Ein Leser sollte am Ende verstanden haben, was passiert ist, ohne in Fachsprache verloren zu gehen.

    Was du daraus mitnehmen solltest

    Wenn du dir Anbieter anschaust, frag nach ausführlichen Case Studies. Schau dir an, wie tief sie gehen. Sind das echte Geschichten oder nur Bildgalerien? Werden Probleme genannt oder nur Erfolge? Kommen die Kunden selbst zu Wort? An diesen Details erkennst du, wer wirklich offen kommuniziert.


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