Impressum und Datenschutzerklärung sind kein Beiwerk

Es gibt zwei Bereiche auf deiner Website, die niemand wirklich liest und die trotzdem entscheidend sind. Das Impressum und die Datenschutzerklärung. Beide werden gerne nachträglich draufgeklebt. Beide werden gerne aus dem Internet zusammenkopiert. Beide sind in genau dieser Form ein massives Risiko.
Warum es überhaupt ein Impressum gibt
In Deutschland muss jeder, der eine Website geschäftlich oder geschäftsähnlich betreibt, klar erkennbar machen, wer dahintersteht. Das Telemediengesetz schreibt das vor. Hintergrund ist, dass Verbraucher und Geschäftspartner wissen können sollen, mit wem sie es zu tun haben. Das gilt für jede Unternehmenswebsite, für jeden Selbstständigen, für jeden Verein. Es gilt sogar für viele rein private Seiten, sobald sie auch nur im Ansatz Werbung enthalten.
Ein Impressum ist also keine optionale Spielerei. Es ist gesetzliche Pflicht.
Was hineingehört
Im Kern müssen folgende Informationen drinstehen. Name und Anschrift des Unternehmens beziehungsweise der verantwortlichen Person. Eine Möglichkeit zur schnellen elektronischen Kontaktaufnahme, also in der Regel eine E-Mail-Adresse. Wenn vorhanden, das Handelsregister mit Eintragsnummer. Wenn vorhanden, die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Bei reglementierten Berufen wie Ärzten, Anwälten, Steuerberatern noch zusätzliche Angaben zur Berufsaufsicht.
Das hört sich überschaubar an, aber jeder Punkt muss tatsächlich passen. Tippfehler in der Anschrift, eine veraltete Telefonnummer, eine falsche Schreibweise des Firmennamens. Alles potenziell abmahnfähig.
Warum die Datenschutzerklärung wichtiger ist als viele denken
Die Datenschutzerklärung ist die zweite Pflicht. Sie regelt, wie du mit den Daten deiner Besucher umgehst. Welche Cookies du setzt. Welche Werkzeuge du verwendest. Welche Rechte deine Besucher haben.
Die Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO, gilt seit 2018 europaweit. Sie ist seit den ersten Aufregungen aus den Schlagzeilen verschwunden, aber sie gilt natürlich weiter. Und sie wird durchgesetzt.
Wenn du beispielsweise Google Analytics einsetzt, ohne das ordentlich in der Datenschutzerklärung zu beschreiben, ohne die nötigen Einwilligungen einzuholen und ohne die richtigen technischen Einstellungen zu treffen, hast du ein echtes Problem. Genauso bei Facebook-Pixel, bei Hotjar, bei jedem anderen Werkzeug, das Daten sammelt.
Warum kopierte Texte gefährlich sind
Es ist verlockend, sich ein Impressum oder eine Datenschutzerklärung von einer anderen Website zu kopieren. Sieht offiziell aus, ist schnell gemacht, und niemand merkt es.
Doch. Es merkt jemand. Anwälte haben Werkzeuge, die genau danach suchen. Außerdem passt der kopierte Text fast nie auf deine eigene Situation. Vielleicht steht da, dass Cookies verwendet werden, obwohl du gar keine setzt. Oder dass eine Newsletter-Anmeldung erfolgt, obwohl du keine hast. Oder umgekehrt, dass kein Tracking erfolgt, obwohl du Google Analytics installiert hast. Jede dieser Diskrepanzen kann eine Abmahnung nach sich ziehen.
Die einzige saubere Lösung ist eine individuell erstellte Datenschutzerklärung. Es gibt seriöse Online-Generatoren wie eRecht24, die das gegen eine geringe Gebühr automatisch passend zu deiner Konfiguration erstellen. Bei mir ist die rechtliche Grundausstattung in jedem Projekt dabei, weil ich es für selbstverständlich halte.
Wo Impressum und Datenschutz hingehören
Beide müssen leicht und schnell erreichbar sein. Üblich ist ein Link im Footer, der von jeder Seite aus klickbar ist. Versteckt im Untermenü reicht nicht. Pflicht ist, dass jeder Besucher mit höchstens zwei Klicks dort hinkommt.
Was passiert, wenn du es nicht hast
Im Wesentlichen drei Dinge. Erstens, du riskierst Abmahnungen. Die kommen meistens von spezialisierten Anwälten, die genau nach solchen Fehlern suchen. Eine einzelne Abmahnung kann mehrere hundert bis über tausend Euro kosten. Zweitens, du riskierst Bußgelder. Bei DSGVO-Verstößen kann die Datenschutzbehörde theoretisch hohe Strafen verhängen. In der Praxis trifft das eher größere Unternehmen, aber das Risiko bleibt. Drittens, und das wird oft unterschätzt, du verlierst Vertrauen. Ein Besucher, der oben rechts in deiner Seite das fehlende oder unvollständige Impressum sieht, denkt sich seinen Teil.
Was du jetzt tun solltest
Wenn deine Website schon länger online ist und du dich um diese Themen bisher nicht wirklich gekümmert hast, ist jetzt ein guter Zeitpunkt. Lass das Impressum überprüfen. Lass die Datenschutzerklärung an deine tatsächliche Konfiguration anpassen. Es ist eine kleine Investition mit großer Wirkung.
Dein nächster Schritt
Bei meinen Projekten ist die rechtliche Grundausstattung selbstverständlich dabei. Wenn du nicht sicher bist, ob deine aktuelle Website rechtlich sauber ist, schau ich gerne kostenlos drüber. Schick mir deine Adresse und ich gebe dir eine ehrliche Einschätzung. Komplett unverbindlich.
Lust auf ein kostenloses Website-Konzept?
Wir sprechen kurz, und ich erstelle dir unverbindlich ein Konzept für deine Website, ganz auf dein Unternehmen zugeschnitten.




