Vorher-Nachher, was eine neue Website konkret verändert

Manchmal ist der schnellste Weg, jemandem den Wert einer guten Website zu erklären, der direkte Vergleich. Vorher und nachher. Was war vorher da, was ist jetzt da, und was hat sich konkret verändert. Hier eine Übersicht der Veränderungen, die ich in Projekten typischerweise sehe, ohne einen einzelnen Kunden zu nennen, sondern als Muster aus mehreren Projekten zusammengefasst.
Vor dem Projekt
Die Ausgangslage sieht in vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen ähnlich aus. Eine Website existiert. Sie ist meistens vor sieben bis zwölf Jahren entstanden. Damals war sie vielleicht noch in Ordnung, heute wirkt sie nicht mehr zeitgemäß. Die Optik ist veraltet. Auf dem Handy funktioniert vieles nicht richtig. Die Texte sind voller Floskeln. Die Bilder sind Stockfotos oder unscharfe Handyaufnahmen.
Conversion-Logik gibt es nicht. Wenn ein Besucher Kontakt aufnehmen will, muss er die Telefonnummer im Footer suchen. Es gibt keinen klaren Aufruf zur Handlung. Es gibt keinen Online-Kalender. Es gibt kein Kontaktformular oder eines, das aussieht, als wäre es 2008 gebaut worden.
Vertrauensaufbau gibt es kaum. Bewertungen sind nirgends zu sehen. Bilder vom Inhaber oder Team gibt es nicht. Statt konkreter Zahlen stehen allgemeine Floskeln wie viele zufriedene Kunden.
Die rechtliche Seite ist häufig dünn. Das Impressum ist unvollständig. Die Datenschutzerklärung ist offensichtlich aus dem Internet kopiert. Cookie-Banner gibt es entweder gar nicht oder einen, der auf jeder zweiten Seite Probleme macht. Google Fonts werden direkt von Googles Servern geladen, ohne Einwilligung.
Die Anfragen-Lage entspricht meistens dem Zustand der Seite. Wenig kommt rein. Was kommt, ist eher zufällig, etwa über persönliche Empfehlungen, weniger über echtes Online-Marketing.
Während des Projekts
Das Projekt beginnt mit einem ausführlichen Erstgespräch. Hier geht es nicht um Design oder Technik, sondern um das Geschäft. Wer ist der Kunde? Wer sind seine Kunden? Welche Probleme will er lösen? Welche Ziele hat er für die nächsten Jahre?
Auf Basis dieser Gespräche entsteht ein Konzept. Welche Sektionen braucht die Website? In welcher Reihenfolge? Welche Botschaft soll oben stehen? Welche Beweise gehören in den Vertrauensteil? Welche Fragen gehören in die FAQ?
Erst danach beginnt die gestalterische Arbeit. Ich erstelle einen ersten Entwurf, den der Kunde sich anschaut, wir besprechen ihn, ich passe an. Diese Schleife läuft meistens ein- bis zweimal, bis das Konzept sitzt.
Parallel dazu kümmern wir uns um Texte und Bilder. Die Texte werden gemeinsam erarbeitet, sodass sie tatsächlich klingen wie der Kunde und sein Geschäft. Bei Bildern empfehle ich, in einen lokalen Fotografen zu investieren. Wer das nicht will, arbeitet mit den vorhandenen Bildern, idealerweise echten Aufnahmen statt Stockfotos.
Die Umsetzung der Seite selbst dauert je nach Umfang einige Wochen. Während dieser Zeit kümmere ich mich auch um die unsichtbaren Schichten. Schnelle Ladezeiten, korrekte Datenschutzhinweise, datenschutzkonforme Schriftarten, Mobile-Optimierung, Suchmaschinengrundlagen.
Nach dem Projekt
Was sich danach typischerweise verändert.
Erstens, die Optik wirkt selbst von außen sofort moderner. Das ist der Eindruck, den jeder Besucher in der ersten Sekunde bekommt. Aus altbacken wird zeitgemäß.
Zweitens, mobile Nutzer haben endlich eine vernünftige Erfahrung. Texte laufen nicht mehr aus dem Bildschirm, Buttons sind groß genug, das Menü funktioniert.
Drittens, die Anfragen-Qualität verändert sich. Es kommen nicht nur mehr Anfragen, sondern auch besser passende. Weil die Botschaft jetzt klarer ist und die richtigen Kunden anspricht, melden sich weniger Leute, die ohnehin nicht zur Zielgruppe gehören. Das spart Zeit.
Viertens, die Conversion-Rate steigt. Von den Besuchern, die auf die Seite kommen, melden sich messbar mehr. Bei den meisten Projekten sehe ich Steigerungen zwischen 30 und 100 Prozent in den ersten Monaten.
Fünftens, Google reagiert. Innerhalb weniger Wochen bis Monate steigt die Sichtbarkeit. Manche Seiten ranken plötzlich für Suchbegriffe, für die sie vorher gar nicht aufgetaucht sind. Auch die regionale Sichtbarkeit über Google My Business verbessert sich, wenn dieser Eintrag mit aktualisiert wird.
Sechstens, das Vertrauen der Kunden im Erstkontakt ist anders. Wer auf der neuen Seite war und dann anruft, kommt mit einer ganz anderen Grundhaltung an. Er kennt schon die Bewertungen, das Gesicht, die Arbeitsweise. Das Erstgespräch ist nicht mehr Vertrauensaufbau von null, sondern Vertiefung des bereits vorhandenen.
Was die Investition wert war
Wenn ich Kunden ein paar Monate nach dem Launch frage, wie sich das Projekt aus ihrer Sicht ausgezahlt hat, kommen meistens ähnliche Antworten. Es kommen mehr Anfragen, oft deutlich mehr. Die Kunden, die anfragen, sind besser vorbereitet. Das Selbstvertrauen, mit dem das Unternehmen nach außen auftritt, ist gewachsen.
Die Investition zahlt sich oft schon in wenigen Monaten zurück, manchmal sogar in wenigen Wochen, wenn die Anfragen-Zahl stark steigt.
Was du daraus mitnehmen solltest
Eine professionelle Website ist nicht einfach eine schönere Visitenkarte. Sie ist ein konkretes Werkzeug, das in vielen Aspekten deines Geschäfts Veränderungen anstoßen kann. Wer das einmal erlebt hat, weiß, dass es sich um eine andere Liga handelt als das, was Baukastensysteme oder Bekannten-Lösungen liefern können.
Dein nächster Schritt
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