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    Die unsichtbaren Dinge

    WebP und warum das Bildformat über dein Ranking entscheidet

    4 Min. Lesezeit
    WebP und warum das Bildformat über dein Ranking entscheidet

    Wenn du eine Website hast, sind Bilder fast immer der Grund, warum sie zu langsam ist. Nicht der Code, nicht die Schriftarten, sondern die Bilder. Und das Beste daran ist, dass das Problem in den meisten Fällen mit einem einzigen Schritt gelöst werden kann. Die Umstellung auf das richtige Bildformat.

    Warum Bilder so schwer wiegen

    Eine Website besteht aus vielen Einzelteilen. Schrift, Code, kleine Symbole, Bilder. Von all diesen Teilen sind Bilder mit großem Abstand die schwersten. Ein gut komprimierter Text ist vielleicht ein paar Kilobyte groß. Ein einziges Foto in voller Auflösung kann mehrere Megabyte schwer sein. Wenn du auf deiner Startseite acht solcher Bilder hast, ist deine Seite plötzlich 25 Megabyte groß. Auf einem Smartphone mit normalem Mobilfunkempfang ist das nicht mehr zumutbar.

    Was die meisten falsch machen

    Viele Unternehmer machen ein Foto mit dem Handy, laden es direkt auf ihre Website hoch und denken, das war es. Das Foto ist 4 Megabyte schwer und 4000 Pixel breit. Auf der Website wird es auf 800 Pixel runterskaliert. Aber im Hintergrund lädt der Browser trotzdem die volle Datei.

    Das ist, als würdest du ein Buch in den Briefkasten stecken, wenn du eigentlich nur eine Postkarte verschicken willst. Der Aufwand ist gigantisch, der Nutzen winzig.

    Was WebP ist

    WebP ist ein modernes Bildformat, das von Google entwickelt wurde. Sein Vorteil ist einfach erklärt. Es speichert Bilder bei vergleichbarer Qualität deutlich kleiner als die alten Formate JPEG oder PNG.

    In der Praxis sieht das so aus. Ein JPEG-Bild, das 2 Megabyte groß ist, wird als WebP-Datei oft nur 300 bis 500 Kilobyte groß. Bei gleicher visueller Qualität. Das ist eine Reduzierung um 70 bis 85 Prozent.

    Multipliziere das mit der Anzahl der Bilder auf deiner Website und du verstehst, was das für deine Ladezeit bedeutet.

    Warum Google das aktiv mag

    Google hat in seinen offiziellen Empfehlungen schon vor Jahren WebP empfohlen. Das ist kein Zufall. Google möchte, dass das Web schneller wird. Wer das macht, wird belohnt. In den Core Web Vitals, das sind die offiziellen Geschwindigkeitsmessungen von Google, schlagen Bildgrößen direkt durch. Eine Website mit großen JPEG-Bildern wird dort schlechter abschneiden als eine mit gut komprimierten WebP-Bildern. Und das wirkt sich auf dein Ranking aus.

    Wie die Umstellung praktisch funktioniert

    Es gibt mehrere Wege. Wenn deine Website auf einer modernen Plattform gebaut ist, geschieht die Umwandlung oft automatisch. Du lädst dein normales JPEG hoch und im Hintergrund wird es in WebP umgewandelt und an die Besucher ausgeliefert. Davon merkst du als Betreiber nichts.

    Bei älteren WordPress-Websites kannst du Plugins einsetzen, die genau das tun. Bei selbst gehosteten Websites ohne Automatik kannst du deine Bilder vorher mit kostenlosen Werkzeugen umwandeln. Das bekannteste ist Squoosh.app von Google selbst. Du lädst dein Bild hoch, wählst WebP, ziehst die Qualität auf etwa 80 Prozent und lädst die kleinere Datei wieder herunter. Das dauert pro Bild keine zehn Sekunden.

    Lazy Loading als Bonus

    Während wir gerade beim Thema Bilder und Geschwindigkeit sind, gibt es noch einen zweiten Trick. Lazy Loading bedeutet, dass Bilder erst geladen werden, wenn sie tatsächlich auf dem Bildschirm sichtbar sind. Wenn auf deiner Seite ganz unten zehn Bilder sind und der Besucher noch oben ist, müssen diese zehn Bilder gar nicht erst geladen werden.

    Das spart erneut Ladezeit, vor allem auf langen Seiten. In modernen Browsern ist das Feature standardmäßig vorhanden, muss aber im Code richtig aktiviert sein. Auch das ist eines dieser unscheinbaren Details, die zwischen einer guten und einer schlechten Website unterscheiden.

    Wie du den Effekt selbst messen kannst

    Bevor du irgendetwas änderst, schick deine Website durch Google PageSpeed Insights. Notier dir die Punktzahl. Dann optimierst du deine Bilder. Dann schickst du sie nochmal durch. Du wirst überrascht sein, was sich allein durch das richtige Bildformat tun lässt. Häufig springt der Wert um 20 oder 30 Punkte nach oben.

    Was du daraus mitnehmen solltest

    Wenn deine Website langsam ist, sind in 80 Prozent der Fälle die Bilder schuld. Und das Problem ist überraschend einfach zu lösen. WebP statt JPEG. Komprimierung statt

    Originalauflösung. Lazy Loading. Drei kleine technische Anpassungen, die deine Seite spürbar besser machen können.


    Dein nächster Schritt

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