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    Warum überhaupt eine Website?

    Eine Website ist heute Hygienefaktor, nicht USP

    5 Min. Lesezeit
    Eine Website ist heute Hygienefaktor, nicht USP

    Es gibt einen Begriff aus der Marketinglehre, der hilft, das Thema Website besser zu verstehen. Hygienefaktor. Er beschreibt etwas, das niemand bemerkt, wenn es da ist, aber alle bemerken, wenn es fehlt. Genau das ist eine Website heute geworden.

    Was ein Hygienefaktor ist

    Der Begriff stammt aus der Arbeitsmotivationsforschung. Hygienefaktoren sind Bedingungen, die nicht aktiv motivieren, deren Fehlen aber stark demotiviert. Eine saubere Toilette in einem Restaurant zum Beispiel. Niemand wählt ein Restaurant deswegen, aber wenn die Toilette dreckig ist, kommst du nicht wieder.

    Im Marketing wird der Begriff übertragen auf Eigenschaften, die man heute einfach erwartet. Sie sind keine Wettbewerbsvorteile mehr. Sie sind Standard. Wer sie nicht hat, fällt unter den Standard und wird ausgeschlossen.

    Warum die Website Hygienefaktor ist

    Vor zwanzig Jahren war eine eigene Website ein klares Zeichen von Modernität. Wer eine hatte, hob sich ab. Wer keine hatte, war normal. Heute ist das umgekehrt.

    Eine Website ist heute selbstverständlich. Wenn jemand dich googelt und nichts findet, denkt er nicht, dass du modern oder traditionell bist. Er denkt, dass es dich vielleicht gar nicht ernsthaft gibt, dass du ein Hobbyist bist, dass du nicht professionell arbeitest. Im schlimmsten Fall sucht er weiter und findet einen Konkurrenten.

    Das gilt für fast alle Branchen. Selbst die kleinste Praxis, der kleinste Handwerksbetrieb, der freie Coach, alle werden online gesucht. Wer da nicht stattfindet, existiert für viele potenzielle Kunden nicht.

    Was das in der Praxis bedeutet

    Du gewinnst keine Kunden alleine dadurch, dass du eine Website hast. Sie ist kein USP. Sie macht dich nicht besonders. Aber du verlierst Kunden, wenn du keine hast oder eine schlechte.

    Das ist eine wichtige Unterscheidung. Sie ändert den Blick auf das Thema. Es geht nicht mehr darum, ob eine Website sich lohnt. Es geht darum, ob du es dir leisten kannst, ohne eine zu sein.

    Wann eine Website mehr als Hygienefaktor wird

    Es gibt Bereiche, in denen eine herausragende Website doch wieder zum echten Wettbewerbsvorteil wird. Wenn deine Konkurrenz schwache, veraltete Seiten hat, kannst du mit einer guten Seite tatsächlich Kunden gewinnen, die sonst weiter gesucht hätten.

    Das sehe ich gerade im Saarland und in vielen ländlichen Regionen häufig. Viele Handwerksbetriebe, Praxen oder kleine Dienstleister haben Websites, die seit zehn Jahren nicht mehr angefasst wurden. Wer hier mit einer modernen, professionellen Seite kommt, hebt sich klar ab. Aus dem Hygienefaktor wird in solchen Konstellationen wieder ein USP.

    Aber selbst wenn deine Konkurrenz auch gute Seiten hat, ist deine eigene Pflicht. Sonst spielst du gar nicht erst mit.

    Was eine schlechte Website tut

    Wichtig ist, dass eine schlechte Website oft schlimmer ist als gar keine. Wenn jemand auf deiner Seite landet und sieht eine veraltete Optik, schlechte Bilder, langsame Ladezeit und unklare Botschaften, schließt er daraus auf dein gesamtes Geschäft. Lieber gar keine Website als eine, die einen schlechten Eindruck hinterlässt.

    Das soll keine Aufforderung sein, das Thema zu vermeiden. Es ist eine Aufforderung, es richtig zu machen, wenn man es macht.

    Was Hygienefaktor konkret heißt für deine Entscheidung

    Wenn du gerade darüber nachdenkst, ob eine Website sich für dich lohnt, dreh die Frage einmal um. Lohnt es sich, ohne eine Website zu sein? Verlierst du dadurch potenzielle Kunden? Verpasst du Anfragen? Wirkst du gegenüber Geschäftspartnern weniger ernst zu nehmen?

    Wenn die Antwort auf eine dieser Fragen ja ist, hast du deine Antwort.

    Was du daraus mitnehmen solltest

    Eine Website ist heute kein Luxus mehr und auch nicht das Sahnehäubchen oben drauf. Sie ist die Grundausstattung jedes ernsthaft betriebenen Unternehmens. Wer das verstanden hat, kümmert sich darum. Wer wartet, riskiert in der Zwischenzeit Kunden zu verlieren, ohne es zu merken.

    Dein nächster Schritt

    Wenn du noch keine Website hast oder mit deiner aktuellen Lösung unzufrieden bist, lass uns kostenlos darüber sprechen. Ich erstelle dir gerne einen unverbindlichen Erstentwurf, damit du siehst, was möglich ist und was zu dir passt.

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